EFES
Home JugenhilfeKontaktJugenhilfeClearingcentrumFortbildung & CoachingMitarbeiterImpressum

Schulsozialarbeit an der Gerhard-Hauptmann-Schule in Springe

Im Rahmen des Förderprogramms des Landes Niedersachsen zur Stärkung der Hauptschulen wurde im September 2001 eine EFES-Mitarbeiterin mit der Sozialarbeit beauftragt. Das Projekt zur Stärkung der Hauptschulen war bis Ende 2003 befristet. Da sozialpädagogische Unterstützungsmaßnahmen integraler Bestandteil der Arbeit der Hauptschulen sind, stellte das Land Niedersachsen zu Beginn des Jahres 2004 finanzielle Mittel zur weiteren Beschäftigung der Sozialpädagogen/innen an den Hauptschulen bis zum Schuljahr 2007/08 zur Verfügung.

Die Gerhart-Hauptmann-Schule ist in Springe die einzige Hauptschule. Sie hat z. Zt. ca. 200 Schüler/innen, die von 15 Lehrkräften unterrichtet werden.

Schulsozialarbeit findet an 3 Tagen in der Woche in der Zeit von 915 Uhr bis 1315 Uhr statt. Diese Zeiten beinhalten neben offenen Sprechstunden für Schüler/innen und Lehrkräfte folgende Angebote:

  • individuelle Betreuung einzelner Schüler/innen (Einzelfallhilfe) oder in Gruppen hinsichtlich:  
    • der Förderung der Sozialkompetenz
    • der Vermittlung von lebenspraktischen Fähigkeiten
    • der Entwicklung beruflicher und persönlicher Perspektiven (spezielles Bewerbungstraining in allen 9. Klassen, Hilfestellung bei der Ausbildungsplatzsuche und dem Schreiben von Bewerbungen)
    • der Auseinandersetzung mit Stärken und Schwächen
    • der Unterstützung bei der Bewältigung persönlicher Krisen (Wiederherstellung der Konzentrations- und Lernfähigkeit)
  • enge Kooperation mit Eltern, Lehrkräften und anderen Bildungseinrichtungen
  • enge Kooperation mit den Bezirkssozialarbeiter/innen des Jugendamtes der Stadt Springe
  • Unterstützung und Entlastung der Lehrkräfte durch:  
    • Hospitation im Unterricht
    • Sozialtrainings mit einzelnen Schüler/innen
    • Einsatz des Video-School-Trainings
    • Streitschlichtung (Begleitung der Ausbildung der Schüler/innen, Unterstützungsangebote bei Bedarf) – siehe Artikel

Durch die Schulsozialarbeit konnten konkrete Erfolge erzielt werden. Zum Beispiel wurden Ausbildungsstellen vermittelt, durch die enge Zusammenarbeit mit der Berufsbildenden Schule Springe konnten Schüler/innen der Hauptschule und die Schulsozialarbeiter/innen der BBS auf das kommende Schuljahr vorbereitet werden. Durch die konzeptionelle Nähe zum Jugendamt der Stadt Springe konnten Maßnahmen der Jugendhilfe schnell und unbürokratisch initiiert werden. Die vorbereitenden Schritte der Schulsozialarbeit führten zu einer besseren Annahme der Jugendhilfe.

Schulsozialarbeit wirkt nach Erfahrung der Projektbeteiligten in einem ergänzenden Sinne zum schulischen Lehrauftrag. Wie sich zeigt, können Fähigkeiten und Ressourcen bei Schüler/innen und Lehrern aktiviert werden, die zum einen zu einer Entspannung im Schulalltag führen und zum anderen Perspektiven gleichermaßen für Schüler/innen und Lehrkräfte schaffen. Durch die konzeptionelle Nähe zur Jugendhilfe und die Akzeptanz besonders auf Schüler/innenseite entstehen kürzere Wege um adäquat in schwierigen Lebenssituationen reagieren zu können, die häufig in einem direkten Zusammenhang mit schulischen Leistungen stehen. Nicht zuletzt trägt die vermittelnde, beratende Funktion der Schulsozialarbeiterin dazu bei, dass Lehrkräfte an ihrem Arbeitsplatz Schule zufriedener sind und auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler/innen differenzierter eingegangen werden kann.

Dieses führt zu einer höheren Motivation bei Schüler/innen und Lehrkräften.

Schulsozialarbeit an der KGS Ernst-Reuter-Schule in Pattensen

Die Ernst-Reuter-Schule hat ca. 700 Schülerinnen und Schüler, von denen ca. 150 den Hauptschulzweig besuchen.

Die Schulsozialarbeit beinhaltet hauptsächlich die Betreuung der Schülerinnen und Schüler des Ganztagsbereiches sowie – vertreten durch eine EFES-Mitarbeiterin – den Schwerpunkt „Berufsanbahnung im Hauptschulbereich“.
Das Ziel der ausbildungsbezogenen Schulsozialarbeit in Pattensen ist es, sich am individuellen Förderbedarf der Einzelnen/des Einzelnen zu orientieren.

Vor dem häufig schwierigen Hintergrund der einzelnen Schülerinnen und Schüler steht eine lebensweltorientierte Beratung durch die Schulsozialarbeiterin im Fordergrund. Ein Ziel dieser Beratung ist es, den Jugendlichen nahe zu bringen, dass der zukünftige Beruf nicht nur in finanzieller Hinsicht zu betrachten ist, sondern als Lebensaufgabe, in der die Persönlichkeit und das Potential jeder Einzelnen/jedes Einzelnen zur Geltung und zum vollen Einsatz kommen sollte.<
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der beruflichen Orientierung ist die intensive Zusammenarbeit mit Betrieben und den berufsbildenden Schulen der Region sowie der Stadt Hannover. Die Kooperation steht generell unter der Fragestellung, wie die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen sowie die Ausbildungsplatzsituation durch die Zusammenarbeit verbessert werden kann.

Durch eine regelmäßige Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch eine EFES Mitarbeiterin gewährleistet die Ernst-Reuter-Schule eine individuelle Beratung sowie auch konkrete Übungen zur Berufsanbahnung in den einzelnen Klassen. Hierzu gehört u.a. ein auf die jeweilige Situation der Klasse zugeschnittenes Bewerbungstraining, die Betreuung der Berufspraktika, organisierte Besuche des Berufsinformationszentrums im Klassenverband oder in Kleingruppen, Betriebsbesichtigungen, begleitete Gespräche mit der Berufsberaterin sowie jegliche Hilfen zu einer realistischen Lebensplanung und Erlangung der Selbstständigkeit.

Datenschutzerklärung