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Sozialpädagogische Familien (Erziehungsstellen)

Sozialpädagogische Familien sind eine Hilfe zur Erziehung nach § 27 ff in Verbindung mit §34 und §35a des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG). Eine Sozialpädagogische Familie ist die Betreuung eines oder mehrerer Kinder in einem familiären Haushalt mit mindestens einer pädagogisch ausgebildeten Fachkraft, die in einem festen Anstellungsverhältnis zu dem Träger steht.

Das Hilfeangebot richtet sich an Kinder/Jugendliche im Alter von 0 bis 17 Jahren und deren Familien,

  • die aufgrund familiärer Schwierigkeiten nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können
  • die mit einem gruppenpädagogischen Angebot (Wohngruppe, ca. 8 Kindern/Jugendlichen) überfordert wären
  • die sich aufgrund multipler Fragestellungen, erhöhter pädagogischer Anforderungen und/ oder aktiver und intensiver Elternarbeit bis hin zur Rückführung nicht in eine Pflegefamilie integrieren lassen
  • für die ein Erleben einer familiären oder familienähnlichen (klein und überschaubar) Struktur wichtig ist
  • deren Vorgeschichte durch sehr wechselhafte Betreuung und häufige Beziehungsabbrüche gekennzeichnet ist
  • nach 35a KJHG (Kinder mit seelischen Behinderungen oder drohender seelischer Behinderung)

Pro Sozialpädagogische Familie können 1 – 2 Kinder aufgenommen werden. Bei mehr als 2 (Geschwister-) Kindern muss im Einzelfall entschieden werden.

Die Dauer der Hilfe in einer Sozialpädagogischen Familie ist im Einzelfall festzulegen und zu planen. Sie kann variieren von einem Betreuungszeitraum von ca. 6 Monaten bis hin zu einer langfristigen Betreuung von mehreren Jahren.
Die Kinder/Jugendlichen leben im Rahmen vollstationärer Betreuung im Haushalt der Sozialpädagogischen Familie. Die Herkunftsfamilie der Kinder und Jugendlichen wird soweit wie möglich in die Arbeit der Sozialpädagogischen Familie einbezogen. In aktivierender Weise wird an einem verbesserten Kontakt zwischen Herkunftsfamilie und Kind gearbeitet, mit dem Ziel, die Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie zu verbessern.
Eine Rückführung in die Familie ist in dieser Hilfe grundsätzlich immer mitgedacht und – sobald möglich und sinnvoll – angestrebtes Ziel.

Sozialpädagogische Familien bieten einen verlässlichen Lebens- und Entwicklungsort für Kinder und Jugendliche sowie eine Orientierung am Alltagsleben einer Familie durch die Teilhabe am privaten Leben der Betreuungsperson.
Die Kinder/Jugendlichen können sich wohl fühlen in einer angenehmen Wohnumwelt und in gestalteten belastbaren Beziehungen zu Erwachsenen, eingebettet in einen verlässlichen Lebenszusammenhang.
Dazu gehören auch das Kennen lernen von familiären Regeln, Ritualen und Standardsituationen, wie z.B. Mahlzeiten, Hausaufgaben, Freizeiten und Sicherheit gebenden Strukturen, die Halt und Grundbedürfnisse gewähren und ermöglichen.

Ansprechpartner:
Beate Severin und Sandra Klebe

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